Gedankenlose Eier
Das Osterei – ein Symbol der Auferstehung und des erwachenden Lebens. Hier drastisch umgedeutet zu einem Symbol der Vergänglichkeit und des Todes. Mit Verlaub, ich kann mir kein bemoostes Ei vorstellen, in dem ein lebendes Küken heranwächst. Also besser auf den Eierfriedhof damit.
Das Ding sieht so hübsch aus, vielleicht soll man es besser nicht symbolistisch zerdenken – einfach sinnentleerte Schönheit genießen … durchaus angemessen in einer Zeit, wo das Osterfest seinen Sinn nach dem Muster von Weihnachten zu einem Fest der Geschenke und einer kurzen Urlaubssaison entleert.
KITSCH KILLS!
Im Nachsinnen, ob ich jetzt kurzerhand die Forderung erheben soll, für den Handel doch endlich das Pfingstkindel (eine Engelin) einzuführen, habe ich, vorsichtig, wie ich bin, einmal nachgesehen, ob ich unter dem Lemma Pfingstgeschenke etwas finde. Es gibt offenbar keinen Wahnsinn, der nicht schon erfunden wäre. (Eventuell das Symeonkindl, das am 1. Juli. dem Fest des Narrenmönches Symeon Salos, noch neu einzuführen. Der Handel wird sich freuen.) Hier ein Fundstück: