Wunsch nach Leid

Die erste Strophe eines Liedes an den heiligen Franz Xaver
(ewine Lesefrucht aus dem KATHOLISCHEN GESANGBUCH DER DONAUSCHWABEN)

Gütigster Schutzpatron, helleste Tugendsonn,
Engel des Friedens, Apostel der Welt
Jungfrau an Reinigkeit, Blutzeug durch Wunsch nach Leid
Alles besiegender Held!
Dich zu loben sende von oben
Flammen der reinsten Andacht herab,
Wie sie der Himmel auf Erden dir gab.

(Arad 1844)

Mit Herz und Hand

Johannes 20, 26-29

Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
Willst du ein Thomas sein und mit deiner Hand glauben?

Engelpfand

Von der Pfandflasche zum Pfandengel

Eigentlich sollen die 20 Cent ja der Aktion LICHT INS DUNKEL zukommen. Fa. SPAR hat sich allerdings 2010 noch einen Kundendienst einfallen lassen. Gefällt die Schutzengelfigur Beschenkten nicht, können Sie sie zurückgeben und bekommen stracks 20 Cent ausbezahlt

VERHETZUNG AUS LIEBEVOLLEM GLAUBEN

Eine kleine Satire mit echten Zitaten als Ein Versuch, den seinerzeitigen Streit um die Mohammed-Karikaturen nachzuempfinden (Advent 2010)

Massendemonstrationen vor dem Gebäude der AHVV Verlags GmbH, vor dem Wiener Rathaus werden SPÖ-Fahnen verbrannt.  Cornel Caraviu-Mannstreu vom Bund für Reinheit des Glaubens und Sozialhygiene brachte sowohl gegen Dr. Eva Dichand als Herausgeberin des Kleinformats HEUTE als auch den Wiener Bürgermeister Dr. Michael Häupl (SPÖ) Strafanzeige wegen Religionsstörung ein.

Das österreichische Strafgesetz bedroht die Herabwürdigung religiöser Lehren immer noch mit Freiheitsstrafe bis zu
FPÖ-Chef Strache pflichtete ihm als einem Vorreiter des wehrhaften Christentums bei und meinte auf seine berühmt pointierte Art, „da können wir uns die nächsten Jahre ja wohl auf die Weihnachtsmännin gefaßt machen. Lang lebe Halloween!“ Vertreter der Wiener Grünen bezeichnen den schon länger währenden Brauch deiner „Christkindin“ als zeitgemäß und erfrischend. Der Wiener FPÖ-Klubobmann Gudenus meinte dazu, bei einer griechisch-orthodoxen Vizebürgermeisterin wunderen ihn solche Aussagen nicht. Vassilakou hätte wohl die Lehren von 1054 (Exkommunikation des Patriarchen von Konstantinopel durch den Papst) nicht gelernt. Das Christentum könne sich nicht durch die zeitgeistige Verwässerung von Lehre und Kult selbst abschaffen. Er hoffe auf eine zügige Verurteilung von Bürgermeister Häupl als Zeichen, daß gerade die religiöse Tradition in einer Migrationsgesellschaft wie der unseren einen unverzichtbaren Wert darstelle.

Faule Eier?

Gedankenlose Eier

Das Osterei – ein Symbol der Auferstehung und des erwachenden Lebens. Hier drastisch umgedeutet zu einem Symbol der Vergänglichkeit und des Todes. Mit Verlaub, ich kann mir kein bemoostes Ei vorstellen, in dem ein lebendes Küken heranwächst. Also besser auf den Eierfriedhof damit.

Das Ding sieht so hübsch aus, vielleicht soll man es besser nicht symbolistisch zerdenken – einfach sinnentleerte Schönheit genießen … durchaus angemessen in einer Zeit, wo das Osterfest seinen Sinn nach dem Muster von Weihnachten zu einem Fest der Geschenke und einer kurzen Urlaubssaison entleert.
KITSCH KILLS!

Im Nachsinnen, ob ich jetzt kurzerhand die Forderung erheben soll, für den Handel doch endlich das Pfingstkindel (eine Engelin) einzuführen, habe ich, vorsichtig, wie ich bin, einmal nachgesehen, ob ich unter dem Lemma Pfingstgeschenke etwas finde. Es gibt offenbar keinen Wahnsinn, der nicht schon erfunden wäre. (Eventuell das Symeonkindl, das am 1. Juli. dem Fest des Narrenmönches Symeon Salos, noch neu einzuführen. Der Handel wird sich freuen.) Hier ein Fundstück:

Pfingstgeschenke für Männer